Jeder Mensch gerät im Laufe seines Lebens mal an einen Punkt, an dem er sich in einer psychischen Krisensituation befindet, welche er unter Umständen nicht allein überwinden kann. Eine psychotherapeutische Beratung oder Therapie ist dann sinnvoll. Diese Beratung oder Therapie in Anspruch zu nehmen bedeutet nicht, "verrückt" zu sein, sondern mit der Veränderung des Fühlens, Denkens und Handelns nicht mehr zurrecht zu kommen.

Auf den folgenden Seiten möchte ich Sie über die Möglichkeiten der psychotherapeutischen Beratung und Therapie in der Vitalis Brandenburg Klinik informieren!

Allgemein
Psychotherapie bedeutet wörtlich übersetzt Behandlung der Seele beziehungsweise von seelischen Problemen. Sie bietet Hilfe bei Störungen des Denkens, Fühlens, Erlebens und Handelns. Dazu zählen psychische Störungen wie z.B. Ängste, Depressionen und Essstörungen, aber auch Probleme, die nach akuten Belastungssituationen und kritischen Lebensereignissen auftreten können.

Darüber hinaus wird Psychotherapie bei psychosomatischen Störungen angewandt. Der Begriff Psychosomatik bringt zum Ausdruck, dass die Psyche (Seele) einen schädigenden Einfluss auf das Soma (Körper) hat.

Weiterhin werden psychologische Behandlungsmethoden auch begleitend zu medizinischen Maßnahmen (z.B. Operationen) und bei organischen Störungen (z.B. bei chronischen Erkrankungen, bei starken Schmerzzuständen, bei neurologischen Störungen, bei Herz-Kreislauferkrankungen) eingesetzt.

Wenn Sie sich für eine Beratung oder Therapie interessieren, können sie das Behandlungsangebot und die damit verbundenen Kosten sowie Sprechzeiten unter den entsprechenden Punkten finden
Leistungsspektrum

  •  Hilfestellung zum Erkennen psychischer und sozialer Belastungeen im Krankheitsgeschehen
  •  Beratung zu individuellen Bewältigungs- und Veränderungsmöglichkeiten
  •  Anwendung von Entspannungsverfahren (z.B. Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung)
Behandlungsangebot
Beratung:
Die psychologische Beratung richtet sich an Menschen, die Klarheit bezüglich eines Problems oder einer umschriebenen Fragestellung gewinnen und Bewältigungskompetenzen aufbauen möchten. Die reflektierte Auseinandersetzung mit dem Ausgangs- und Zielzustand ermöglicht es, für Ihre spezifische Situation Handlungsalternativen abzuleiten und Sie bei der Entfaltung Ihrer Ressourcen zu unterstützen.

Ziele der Beratung sind das Eröffnen von neuen Möglichkeiten zur Bewältigung von Schwierigkeiten, die Lösung von Konflikten, das Auffinden neuer Lebensperspektiven, das Stärken des Selbstvertrauens und Selbstwertgefühls und damit persönliches Wachstum.

Folgende Bereiche könnten Teil einer Beratung sein:

  • für die Organisation von Alltag, Familie und Beruf
  • im Umgang mit anderen Menschen
  • in der Auseinandersetzung mit sich selbst
  • mit dem Partner
  • in der Erziehung der Kinder
Die Dauer der Beratung ist nach Abhängigkeit der Themen und Wünsche unterschiedlich. In der Regel beträgt sie 1-10 Sitzungen Eine Zeiteinheit beträgt 50 Minuten. Eine Sitzung kann eine oder mehrere Zeiteinheiten betragen. Dies hängt von ihren Wünschen und Bedürfnissen ab. In der Regel finden nicht mehr als 10 Sitzungen statt. Ihren Sonderwünschen entsprechend sindjedoch längere Beratungssequenzen möglich.

Die Kosten für eine Beratung können erst nach einem unverbindlichen Erstgespräch geklärt werden. Denn erst nach dem Gespräch ist ein Angebot über das Konzept, den Umfang und somit auch über die Kosten der Beratung möglich.

Psychotherapie:
Psychotherapie ist ein gemeinsamer Problemlöseprozess von Patient und Therapeut. Es werden Probleme bearbeitet, die wir übereinstimmend als behandlungsbedürftig halten. Vielleicht finden Sie sich in den folgenden geschilderten Problembereichen wieder. Als Therapeutin bin ich spezialisiert auf die Entwicklung von für Sie passenden therapeutischen Angeboten und unterstütze Sie bei der Umsetzung. Der Schwerpunkt meiner Arbeit beruht auf den Prinzipien der Verhaltenstherapie.

Beantragung einer Therapie

Die Beantragung einer Therapie richtet sich danach, welcher Kostenerstattungsträger zu Grunde liegt.

Privatversicherte:
Private Krankenkassen haben unterschiedliche Regelungen bezüglich ihrer Leistungserbringung. Die meisten privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für die ambulante Psychotherapie. Es ist trotzdem sinnvoll, in den Versicherungsbedingungen nachzusehen, ob und unter welchen Voraussetzungen die Kosten übernommen werden. Vor Beginn der Psychotherapie muss meistens die Kostenzusage seitens der Krankenversicherung eingeholt werden. Fordern Sie daher die Antragsformulare für die Kostenübernahme einer Psychotherapeutischen Behandlung an.In der Regel werden die Kosten einer Psychotherapie dann von der privaten Krankenversicherung übernommen.

Beihilfeberechtigte:
Beihilfeberechtigte haben häufig eine zusätzliche private Krankenversicherung, um den Anteil der Kosten, der durch die Beihilfe nicht übernommen wird, zu versichern. Psychotherapie ist Bestandteil des Leistungskataloges der Beihilfe.Bei der Beantragung der Kostenübernahme einer psychotherapeutischen Behandlung schließt sich die jeweilige private Krankenversicherung zumeist der der Befürwortung der Therapie durch die Beihilfestelle an und übernimmt den ihr zukommenden Kostenanteil. Es ist dennoch sinnvoll, in den Versicherungsbedingungen nachzusehen, ob und unter welchen Voraussetzungen die anteiligen Kosten übernommen werden.

Selbstzahlende:
Aus verschiedenen Gründen ist es Ihnen lieber, die Kosten für Ihre Psychotherapie oder Beratung selbst zu übernehmen. Gründe können z.B. Prämiensicherung gegenüber der PKV, Anonymität gegenüber dem Arbeitgeber oder steuerliche Absetzbarkeit sein. Als Selbstzahler sind Sie an keinerlei Formalitäten gebunden. Sie erhalten eine Privatrechnung, die Sie selbst begleichen. Das Honorar orientiert sich an der Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten (GOP).

Gesetzlich Krankenversicherte:
Als approbierte Psychotherapeutin mit Kassenzulassung kann ich  direkt mit den gesetzlichen Krankenversicherungen abrechnen. Manchmal finden Patienten jedoch keinen Therapieplatz. Grund dafür ist, dass die psychotherapeutische Bedarfsplanung nur ein bestimmtes Kontingent an Psychotherapeuten zulässt, obwohl der reelle Bedarf an Therapie viel höher ist. Aufgrund dieser Wartezeiten ist es deshalb vielfach möglich, Kassenpatienten in Einzelfällen nach dem so genannten Kostenerstattungsverfahren zu behandeln. Falls Sie also erst nach einer mehrmonatigen Wartezeit einen Therapieplatz bei passenden Psychotherapeuten in ihrer Nähe finden würden, können Sie von Ihrer Krankenkasse verlangen, dass sie ersatzweise auf dem Weg der Kostenerstattung die Behandlung durch einen Psychotherapeuten bezahlt, der keine Kassenzulassung hat. Diese Möglichkeit ist im §13, Absatz 3 SGB V geregelt. Das Kostenerstattungsverfahren ermöglicht angesichts der Unterversorgung eine zeitnahe psychotherapeutische Behandlung bei gleicher Qualifikation der Psychotherapeuten. Wenn Sie sich als Kassenpatient für eine Behandlung interessieren, können Sie hier erfahren, welche Schritte dafür notwendig sind.

Grundsätzlich sind beim Kostenerstattungsverfahren folgende Schritte notwendig:
1. Informieren Sie Ihre Krankenkasse darüber, dass sie eine Psychotherapie beginnen möchten und lassen Sie sich eine Liste von Vertragspsychotherapeuten in Ihrer Nähe zukommen.
2. Fragen Sie bei mindestens drei Vertragspsychotherapeuten nach einem Therapieplatz, notieren Sie sich den Namen des Therapeuten, das Datum der Anfrage und die Wartezeit, die Ihnen genannt wird.
3. Machen Sie einen Termin bei einem niedergelassenen Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, der Ihnen eine so genannte Notwendigkeitsbescheinigung erstellen soll.
In einigen Fällen reicht es den Krankenkassen, wenn Ihr Hausarzt diese Bescheinigung erstellt. Klären Sie dies am besten im Vorfeld mit Ihrer Krankenkasse.
4. Stellen Sie bei Ihrer Krankenkasse einen formlosen schriftlichen Antrag auf Kostenerstattung für Psychotherapie. Damit Sie die Behandlung durchführen lassen können, legen Sie dem Antrag eine Bescheinigung von mir bei, die unter anderem Ihre Diagnose und den Vermerk enthält, dass die psychotherapeutische Behandlung in meiner Praxis umgehend begonnen werden kann.
Ihre Krankenkasse ist dazu verpflichtet, den Antrag zu bescheiden. Bei einer Ablehnung kann Widerspruch eingelegt werden.
Kosten
Als approbierte Psychologische Psychotherapeutin bin ich im Arzt-/ Psychotherapeutenregister (gemäß § 4 der Ärzte-Zulassungsverordnung) eingetragen. In der psychotherapeutischen Privatpraxis kann ich Privatversicherte und Beihilfeberechtigte behandeln. Gesetzlichversicherte können neben der normalen kassanabrechnung in Einzelfällen auch nach dem Kostenerstattungsverfahren behandelt werden. Aus verschiedenen Gründen ist es Ihnen aber vielleicht auch lieber, die Kosten für Ihre Beratung oder Psychotherapie selbst zu tragen.
Schweigepflicht
Eine tragfähige Vertrauensbeziehung ist wesentlich und sehr wichtig für eine erfolgreiche Beratung und Therapie. Psychotherapeuten unterliegen der absoluten Schweigepflicht. Die Grundlagen zur "Beruflichen Schweigepflicht" sind im Strafgesetzbuch (StGB) § 203 und  die Grundlagen zum "Datenschutz und Schweigepflicht" im Sozialgesetzbuch (SGB 5) zu finden.

Weitere Informationen finden sie hier.